Im Interview-Podcast Café Exil begrüßt Moderatorin Shelly Kupferberg prominente Personen aus Film, Literatur, Kunst und Kultur und spricht mit ihnen über Fragen des Exils in Geschichte und Gegenwart: über das Verhältnis zur Heimat, über Identität, Demokratie und Menschenrechte.
Es kommen außergewöhnliche Stimmen aus unterschiedlichen Feldern zu Wort:
Der Regisseur Christian Petzold spricht über seinen Film „Transit“ nach Anna Seghers' gleichnamigem Exilroman, über Marseille als Ort des Wartens und über Figuren, die „aus der Welt geworfen“ sind.
Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller reflektiert über Diktatur, Sprache, Heimat und die Notwendigkeit, Exilerfahrungen sichtbar zu machen.
Die Künstlerin Parastou Forouhar erzählt von ihrem Heimatland Iran, von der Ermordung ihrer Eltern durch den iranischen Geheimdienst und von Kunst als Widerstand gegen das Vergessen.
Konstanza Prinzessin zu Löwenstein spricht über die Flucht ihrer Eltern vor den Nationalsozialisten, über deren Engagement im Exil und wie es auch ihr Leben prägte.
Die Gespräche kreisen auf sehr unterschiedliche Weise um Fragen von Verlust und Zugehörigkeit, Heimat und Fremdheit, Erinnerung und Verantwortung. Sie zeigen, dass Exil Brüche hinterlässt, neue Perspektiven eröffnet und grundlegende Fragen nach Freiheit, Demokratie und Menschenwürde stellt.
Der Podcast wird moderiert von der bekannten Journalistin und Autorin Shelly Kupferberg. Seit über 20 Jahren setzt sie sich publizistisch mit Themen rund um Kultur, Zivilgesellschaft, Demokratie, Migration und Erinnerungskultur auseinander.