Die Bibliothek ist ein Herzstück des künftigen Museums – ein Ort, der die Menschen als Autor:innen, Verleger:innen und Sammler:innen in den Vordergrund stellt. Die Bibliothek lädt ein, in den historischen Räumen der Stadtvilla zu verweilen und zu reflektieren, den Eindrücken des Museumsbesuchs nachzuspüren und sich auszutauschen.
Der Bestand setzt sich aus verschiedenen privaten Sammlungen zusammen:
Sammlung Claus-Dieter Krohn
Etwa 5.000 Bände und Originalschriften zum deutschsprachigen Exil kamen zu Beginn des Jahres 2018 aus der Privatsammlung des deutschen Historikers und Exilforschers Claus-Dieter Krohn (1941–2019) ins Exilmuseum. Die Besonderheit dieses Bestands liegt in seinen reichen Beigaben (wie zum Beispiel Zeitungsartikel und Briefe) und handschriftlichen Anmerkungen Krohns innerhalb der Werke.
Sammlung Andreas Landshoff
Über 600 Bücher, einschließlich zahlreicher Erstausgaben, stammen aus dem Nachlass von Andreas Landshoff (1930–2021), dem Sohn des Exil-Verlegers Fritz Landshoff. Diese waren eine Schenkung ans Exilmuseum. Der Bestand umfasst wertvolle Erstausgaben, teilweise mit Widmungen, aus den Exilverlagen Querido, Allert de Lange und Bermann-Fischer. Diese bilden eine eigene Sondersammlung innerhalb der Sammlung Landshoff.
Sammlung Inge Deutschkron
Eine kleine Sammlung stammt aus dem Privatbesitz der deutsch-israelischen Journalistin und Autorin Inge Deutschkron (1922–2022).
Sammlung Florian Illies
Der renommierte Autor Florian Illies überließ dem Exilmuseum Rechercheliteratur und Material zu seinem literarischen Sachbuch "Wenn die Sonne untergeht" über die Exilerfahrung der Familie Mann und den Sommer 1933 in Sanary-sur-Mer.
Momentan werden die Bestände katalogisiert und systematisiert, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.