Gespräch mit Bettina Klein, Kuratorin des Ausstellungsteils "Der Schrank" innerhalb der Ausstellung: VON HIER AUS. Geschichten des Exils aus der Fasanenstraße
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Mit der Ausstellung "Von hier aus" beginnt das Exilmuseum, sich mit dem Haus, der Straße und dem Viertel auseinanderzusetzen, in dem es entsteht. Wir sammeln Geschichten von Personen, die einst hier lebten und von den Nationalsozialisten verfolgt ins Exil fliehen mussten. Besucher:innen sind dazu eingeladen, ihr Wissen über Personen der Straße zu teilen und so zur stetig wachsenden Sammlung beizutragen.
Das Leben im Exil ist immer mit mindestens zwei Ländern verbunden. Diese internationale Perspektive prägt das Exilmuseum. Für das Programm "Embassies of Exile" arbeitet es mit Botschaften im In- und Ausland zusammen. So entstehen neue Partnerschaften und ein weltweites Netzwerk.
Im Fokus der Reihe stehen weitgehend unbeachtete Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur und Wissenschaft, die im jeweiligen Partnerland Zuflucht vor den Nationalsozialisten fanden. Jede Veranstaltung wird individuell konzipiert, sei es als Vortrag, Lesung, Konzert, Filmvorführung oder Gespräch mit Nachfahren.
Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten im In- und Ausland statt: in den Botschaften selbst, in Kulturinstitutionen, akademischen Einrichtungen oder auch im Exilmuseum.
Das Programm wurde entwickelt von Ruth Ur und Thomas Sparr. Es wird gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung.
Das Exilmuseum versteht Vermittlungsarbeit als eine seiner zentralen Aufgaben und als wesentlichen Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung. Ausgehend von den Erfahrungen der Menschen, die zwischen 1933 und 1945 vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland flohen, eröffnet das Museum Räume für historisches Lernen, kritische Auseinandersetzung und gemeinsame Reflexion der Gegenwart.
Unsere Bildungs- und Vermittlungsangebote richten sich an Personen aller Altersgruppen, mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven. Workshops, Führungen und partizipative Formate schaffen Möglichkeiten, Wissen zu erwerben, Fragen zu entwickeln und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Bildungsprogramm wird kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt.
Die Stiftung Exilmuseum startete 2025 an der Portalruine des historischen Anhalter Bahnhofs eine neue Ausstellungsreihe mit künstlerischen Installationen, die sich mit dem Ort und seiner Geschichte auseinandersetzen und zugleich den Exilbegriff aus der Geschichte in die Gegenwart überführen. Mit den Projekten soll der Anhalter Bahnhof als lebendiger Erinnerungs- und Kulturort gestärkt werden.
Die Reihe wird freundlich unterstützt von der Deutschen Bahn AG und der Heinz
und Heide Dürr Stiftung.
Gespräch mit Bettina Klein, Kuratorin des Ausstellungsteils "Der Schrank" innerhalb der Ausstellung: VON HIER AUS. Geschichten des Exils aus der Fasanenstraße
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